Studienfahrt nach Mainz, Wiesbaden und Eltville - Seniorenunion Ndk

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Studienfahrt nach Mainz, Wiesbaden und Eltville

Chronik der SENU-Ndk
Studienfahrt der Senioren-Union Niederkassel nach Mainz und Wiesbaden
 
(VHo) Bei anfänglich bedecktem Himmel startete die Senioren-Union Niederkassel im Rahmen ihres kultur- und sozialpolitischen Fahrt-Programms mit 21 Teilnehmenden nach Mainz, Wiesbaden und Eltville.
 
Bevor das Hotel bezogen werden konnte, war zuerst eine Besichtigungsfahrt durch Mainz angesagt. Die Stadtführerin Luise Lutterberg erläuterte humorvoll die zweitausend-jährige Stadtgeschichte, beginnend mit der Gründung als römische Festungsstadt.
 
Über die von Stadtbaumeister Eduard Kreyßig als Prachtboulevard konzipierte Kaiserstraße, vorbei an der prachtvollen, im Renaissance-Stil erbauten Christuskirche und dem aus den Fastnachts­veranstaltungen bekannten Kurfürstlichen Schloss fuhr der Bus über die Theodor-Heuss-Brücke kurz nach Mainz-Kastell und wieder über die Kaiserstraße zurück in die Innenstadt.
 
Am Schillerplatz wurden den Teilnehmenden das Schillerdenkmal, die Entstehungsgeschichte des Fastnachtsbrunnens mit der Bedeutung der Fastnachtsgarden als Persiflage auf die Obrigkeit sowie das Palais Osteiner Hof erläutert.
 
Nach einer Stärkung im Restaurant Eisgrub-Bräu begaben sich die Teilnehmenden zu Fuß zur Pfarrkirche Sankt Stephan. Der Gästeführer Peter Sellmann erläuterte umfassend die Bedeutung der Ikonographie der berühmten Chagall-Fenster. Der anschließende Weg durch die Mainzer Altstadt führte zu Fuß zum Dom und zum Liebfrauenplatz am Gutenberg-Museum. Nach dem anschließenden Zimmerbezug im Hotel klang der Tag beim Weingut Stenner bei einer Weinprobe aus, wobei uns der Vorsitzende der Kreis-Senioren-Union Wiesbaden mit einem kurzen Besuch überraschte.
 
Am zweiten Tag besuchte die Gruppe Wiesbaden. Die Gästeführerin Ursula Hoffmann-Kramer erzählte den Teilnehmenden detailliert, dass es in Wiesbaden in der vom Krieg weitgehend nicht zerstörten Stadt heute noch etwa 3.600 alte Villen im Wilhelminischen Baustil gibt, somit sei Wiesbaden also die Stadt des  19. Jahr­hunderts.
 
Wie die Gründung von Mainz ist der Ursprung Wiesbadens ebenfalls römisch geprägt, nachdem sich die Römer wegen der heißen Quellen auch auf der rechten Rheinseite niedergelassen hatten. Um 850 war der Name „Wisibada“ was „Bad auf den Wiesen“ bedeutete und woraus sich der heutige Name Wiesbaden entwickelte. Die Fahrt führte die Teilnehmenden dann in den Stadtteil WI-Schierstein zum Schiersteiner Schloss direkt am Rhein. Hier erfuhr man über die Baugeschichte, dass 1690 zuerst der Mittelbau als Rotunde errichtet wurde, später rechts davon ein Pavillon und anschließend links davon ein zweiter Pavillon angebaut wurde. Mit zwei Verbindungsbauten wurde die gesamte Anlage zu dem heutigen prächtigen Schloss zusammen­gefügt.
 
Nach der Rückfahrt über die Innenstadt und das Kurgebiet Aukamm besuchte man den Neroberg mit der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die mit Wasserballast funktionierende 1888 eingeweihte Nerobergbahn konnte auf der Rückfahrt zur Stadt bewundert werden.
 
Die Besichtigung der Innenstadt zu Fuß führte die Besucherinnen und Besucher vorbei an der berühmten „Größten Kuckucksuhr der Welt“ weiter zum 1907 erbauten Kurhaus, das im 20. Jahrhundert zum „Treffpunkt der Großen der Welt“ wurde. Nach dem Krieg musste das beschädigte Kurhaus nach den Plänen des Erbauers Thiersch mit mehreren Konzert- und Veranstaltungs-Sälen sowie einer bedeutenden Spielbank wieder aufgebaut werden.
 
Die anschließende Besichtigung der Innenstadt mit Rathaus, Hessischem Landtag und Marktkirche ermöglichte den Teilnehmenden noch einen Bummel durch die Innenstadt, bevor man sich mit Vertretern der Kreis-Senioren-Union Wiesbaden und des Stadtparlaments zu politischen Gesprächen traf. Der Kreisvorsitzende Wilhelm Vogel begrüßte die Teilnehmenden, u.a. den Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr, die CDU-Fraktionsvorsitzende Daniela Georgi und den Fraktionsgeschäftsführer Daniel Butschan. Es wurden die Situation nach den Hessischen Kommunalwahlen im Jahre 2021 in Wiesbaden dargestellt und die derzeitige in Niederkassel. Einen gelegentlichen Gegenbesuch der Wiesbadener Senioren-Union in Niederkassel wurde ins Auge gefasst und vereinbart. Den Tagesabschluss bildete das Abendessen im Weinhaus Wilhelmi in Mainz.
 
Die Studienfahrt wurde am letzten Tag in Eltville mit der Führung durch den Gästeführer Claus-Peter Baum in der Stadt und mit der Besichtigung des Klosters Eberbach abgeschlossen. Auf der Heimfahrt hatten die Teilnehmenden reichlich Zeit, sich über die Erlebnisse der letzten drei Tage auszutauschen.
Wer Interesse an den Aktivitäten der Senioren-Union Niederkassel hat, kann sich gerne beim Vorstand unter 0163 4002461 informieren.
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